Sonntag, 6. November 2011

Es wird leichter

Ich bin nun seit einiger Zeit wieder in Deutschland und arbeite im OP erst in Berlin und nun wieder in Hamburg. Es fällt mir etwas schwer mich an die deutschen Arbeitsbedingungen, das Klima zu gewöhnen und mit dem Kultur Schock, Schiff vs. deutsche Großstadt klar zu kommen.
Ich weiß nicht wie oft ich nun schon meinen neuen Kollegen von Mercy Ships erzählt habe und die Frage, wo ich denn vorher gearbeitet habe kommt fast jeden Tag. Ich fühle mich manchmal wie ertappt nachdem ich wieder einmal von der Arbeit in Afrika, auf der Africa Mercy geredet habe und deswegen will ich es hier noch mal niederschreiben.
Es fällt mir sehr leicht einer Person zu erzählen was für tolle Dinge wir tun, wie groß die Tumore sind die wir entfernen und wie zufriedenstellend die Arbeit ist obwohl wir nicht bezahlt werden! Alles schön und gut bis dann die Frage kommt wie man denn zu so einer Arbeit kommt. Gemeint ist hier meistens: Warum hast du dich dazu entschieden nach Africa zu gehen und auf einem Schiff ehrenamtlich zu arbeiten?
Hier gelingt es mir immer mehr und es fällt von jedem mal zum nächsten leichter in meine sehr überdachte Antwort mit ein zu binden das ich meinen Christlichen Glauben auch voll und ganz mit meiner Arbeit verbinden wollte und meistens bleibt es dann auch dabei, mein Gesprächspartner hört dann auf zu fragen oder nickt "Verständnisvoll". Doch wie ich schon sagte werde ich immer mehr auch von meinen eigenen Gefühlen über das was ich da gerade gesagt habe ertappt und vor die Frage gestellt ob das die VOLLE Wahrheit ist? Es ist auf jeden Fall Teil der Wahrheit, so verpackt das es den anderen nicht zu sehr aufregt oder ab stößt. Im Gebet habe ich diesen Konflikt dann vor Gott gebracht und ihn gebeten durch seinen Geist mir zu offenbaren was die wirklich reine Antwort in mir dazu ist, nicht durch die Blume gesprochen.

Ich habe meinen Job, meine Heimat, meine Freunde und Familie zurückgelassen nicht um einfach nur "Gutes" zu tun. Mit allem was ich bin und tue, will ich meinem Herrn Jesus dienen und ihn zurück lieben denn er hat mich zuerst geliebt. Ich will ihm dienen, ihn berühren. Der Grund warum ich nach Afrika auf's Schiff ging ist damit mein Lobpreis laut wird und das wurde er, jedoch ist es hier während ich den Leuten von dem berichte oft noch sehr leise und schüchtern. Ich merke jedoch das es mit jedem mal lauter und mutiger wird es aus zu sprechen denn mit jedem mal merke ich das die Reaktion nicht so schlimm ist wie gedacht und wenn Ablehnung kommt das ich mich glücklich schätzen kann denn es ist um seines Namens willen. Es ist wirklich so und es ist stark dies zu beobachten. Es ist leichter Dinge zu tun im Namen von etwas Gutem, im Namen von Religion und Glaube, im Name von Christentum und sogar Gott. Jedoch der Name JESUS bewegt noch mal etwas viel tieferes und es ist die Geistige Welt die erschüttert.

Luk 21:17 und ihr werdet von allen gehaßt sein um meines Namens willen.

Dienstag, 28. Juni 2011

Mein Tagesablauf

Aus verschiedenen Gründen ist die Personalleitung von Mercy Ships auf die Idee gekommen es sei hilfreich zu wissen was OP Pfleger machen, wie lange es dauert und ob es auf die Job Beschreibung zutrifft, um daran zu sehen um wie viele Pflegekräfte sie in der Zukunft werben müssen. Nach etwas Meckern nach Deutscher Art habe ich mich dann entschlossen aus dieser Idee einen Blogeintrag zu machen. Ich werde hier einen normalen Arbeitstag detailliert beschreiben um euch einen besseren Eindruck zu geben wie es hier so ist:

Montag 6 Uhr in der Frühe, mein Handy gibt die ersten Töne eines Liedes wieder das ich seit Jahren als Weckruf habe und nun so darauf trainiert bin das ich nach ein Paar Klaviernoten Aufwache und schnell die AUS Taste drücke um Jeff, meinen guten Freund aus Kanada der über mir schläft, nicht auf zu wecken. Obwohl die vierte Ebene der Africa Mercy viele Fenster hat, unsere 4 Bett Kabine hat keins und so nutze ich das Licht meines Handys um mein Handtuch und meine Wäsche für den Morgen zu finden und öffne dann leise den Vorhang unseres Kabinenabschnitts um ins Badezimmer zu huschen, bevor jemand anders schneller auf die Idee kommt.
Nach einer 2 Minuten Schiffsdusche, höre ich durch Geschlossene Tür, während ich mich Rasiere, wie der Alarm von Jeff seit etwa einer Minute klingelt. Fertig angezogen und frisch für den Tag ;) gehe ich etwa um 6:15 Uhr, wie besprochen zurück zu meinem Bett und schalte das große Deckenlicht an das direkt über Jeff's Bett ist und zwicke ihn dann in die Nase so das er aufspringt, fast seinen Kopf gegen die Decke stößt, aber nun auch wach ist und nicht verschläft, dann nehme ich meine Wasserflasche und meine Bibel und setze mich an den Tisch auf Deck 7, an dem Melanie und ich jeden Tag frühstücken. Obwohl Melanie erst um 6:45 Uhr mit selbstgemachtem Müsli, frischem Kaffee und antimalaria Medizin kommt, muss ich für diese halbe Stunde "unseren" Tisch reservieren, da er durch super Blick auf die aufgehende Sonne, sehr begehrt und umstritten ist. Außerdem nutze ich die Zeit um zu Beten und vor Gott still zu sein.
Sobald Melanie an unserem Tisch angekommen ist, haben wir wahrscheinlich die ungestörtteste halbe Stunde an diesem Tag, in der wir Frühstücken und zusammen den Tag im Gebet Jesus in seine Hände legen. Um 7:25 Uhr laufe ich dann schnell zum Dining Room um unser Geschirr ab zu geben und muss mich dann noch schneller um ziehen um in meine Arbeitklamotten zu hüpfen.

Meine Arbeitbekleidung besteht aus einer Kopfbedeckung, einem Kasack und einer Kasackhose im kräftigem Blau, viel zu weit aber bei Auswahl einer kleineren Größe viel zu kurz! Und Schuhe aus Gummi die abwaschbar sind und oben keine Löcher haben damit Dinge vom OP Feld nicht an mir runter auf meine Füße fallen/tropfen.

Um 7:30 Uhr Beginnt dann ein Meeting der Ganzen Besatzung in der International Lounge um ein paar Lobpreislieder zu singen, Informationen aus zu tauschen, neue Leute zu begrüßen und auch Crew zu verabschieden die diese Woche nach Hause fliegen.
Um 8 Uhr Trifft sich dann das OP Team im OP Flur um das selbe noch ein mal, OP bezogen zu tun und für den Tag zu beten.

Arbeit
Je nach dem in welchem Raum ich an diesem Tag arbeite, muss ich dann diesen vorbereiten und auf den OP Plan schauen was mich als erstes erwartet um diese OP dann mit meinen Kollegen vor zu bereiten, das heisst alle Instrumente und sterile Materialien zusammen suchen und auf den OP Tisch öffnen. Wenn es eine Leitung für den bestimmten Raum gibt, teilt diese uns ein, in Springer oder Steher (Circulater - Scrub). Nachdem wir alles vorbereitet haben warten wir auf das grüne Licht der Anästhesie, so dass wir die Pflegestationen anrufen können um den Patienten kommen zu lassen. Falls ich für die Steher Aufgabe eingeteilt bin, muss ich nun auf die OP vorbereiten. Als erstes gehe ich noch ein mal aufs Klo, denn selbst wenn etwas kleines eingeplant ist, weiss man doch nie was alles passieren kann... Dann setze ich Schutzbrille und Gesichtsmaske auf, welche ich mit einem Klebestreifen versiegeln muss da meine Nase zu groß ist :)
Nach einer etwa 5 Minütigen chirurgischen Händedesinfektion kleide ich mich dann mit sterilem Kittel und Sterilen Handschuhen, um mein OP Instrumentar gemäß der geplanten OP und den Bevorzugungen des Chirurgs vor zu bereiten. Nachdem der Patient seine Anästhesie bekommt und zur OP vorbereitet wurde decke ich ihn mit OP Tüchern ab und sobald der Chirurg da ist beginnt die OP und ich muss ihm Assestieren und Instrumentieren. Klingt simpel, jedoch diesen Vorgang im Detail zu beschreiben, würde ein Buch für sich machen.
Falls ich der Springer bin bedeutet das das ich den OP von der Unsterilen Seite bediene, den Patienten Einschleuse, alle Checklisten und Zählungen mache und aufmerksam die Operation verfolge um alle im Raum mit dem richtigem Materialien und Medikamenten zu versorgen.
Zwischen den Operationen müssen wir alle benutzten Flächen desinfizieren, den Fußboden wischen und wieder alles für die nächste OP vorbereiten. Falls eine OP über die Mittags-Mahlzeit des Dining Rooms geht (11:30 - 13:00) haben wir die Möglichkeit vom OP aus die Küche an zu rufen und unsere Mahlzeit zurückstellen zu lassen, so das wir wenn wir fertig sind unsere halbe Stunde Pause dann mit einer warmen Mahlzeit haben können. Je nach dem ob wir genug Personal haben, so das wir nach 8 Stunden Arbeit abgelöst werden können, verlassen wir dann unseren Arbeitsplatz oder arbeiten so lange bis unsere Liste an Patienten abgearbeitet ist und jeder seine OP bekommen hat.
Nach Arbeitschluss um etwa 17:00 Uhr ziehe ich mich schnell um und erledige Kleinigkeiten des Tages. Falls Melanie und ich früher abgelöst wurden gehen wir manchmal spazieren um etwas Sonnenlicht ins Gesicht zu bekommen, da der OP ohne Fenster ist und so auch meine Kabiene. Die Abendessenszeit des Dining Rooms ist von 17:00 bis 18:30 Uhr und wir versuchen auch dann zu unserem Tisch auf Deck 7 zu gehen um dort unser Abendbrot und den Sonnenuntergang zu genießen.

Unser Tisch &

der Sonnenuntergang



Nach dem Abendbrot Haben Melanie und ich Montagabend unterschiedliche Hauskreise, Melanie mit ein paar anderen Frauen und ich habe eine Männergruppe mit der ich mich von 19 Uhr für 2 Stunden treffe und wir lesen in der Bibel, reden darüber wie unsere Woche war und beten für verschiedene Anliegen. Falls es nicht Montagabend ist sitzen Melanie und ich meistens zusammen und Planen unsere Hochzeit und unseren weiteren Weg nach Sierra Leone, dies benötigt ein Haufen Zeit da wir alles über Internet und E-Mail machen.
Nach meinem Hauskreis sage ich schnell Melanie gute Nacht und versuche dann um etwa 22 Uhr im Bett zu sein was meistens nicht klappt. Viele Leute hier sagen das sie mehr Schlaf brauchen als zu Hause, was verständlich ist da wir in einem anderem Kontinent leben und arbeiten und dazu noch auf einem Schiff das rund um die Uhr Generatoren laufen hat und sich mit der Strömung und den Wellen bewegt. So ist es immer wichtig das wir unsere Wochenenden so einplanen das wir so viel wie möglich weg vom Schiff sind und entspannen können.



Gut das Sierra Leone Traumstrände hat und wir auch einen Hotelpool gefunden haben an dem wir uns entspannen können.



Dies war einer meiner Tage hier auf der Africa Mercy etwas mehr detailliert beschrieben. Als ich das erste mal im Januar 2009 auf das Schiff kam hatte ich viel mehr Zeit als normalerweise, ich muss mich nicht ums Essen kümmern, die Entfernung meines Arbeitsplatzes ist ein paar Treppenstufen runter und alles was ich zum Leben brauche ist auf diesem Schiff. Doch über die Jahre häufen sich Beziehung und Anspruch, so das ich in vielen Dingen aufpassen muss das ich genug Ruhe- und Freizeit bekomme und auch meinen Körper Erfrischunggen gönne. Im Durchschnitt würde ich sagen das wir mehr arbeiten als in einem Bezahlten Job zu Hause und das die Körperlichen Ansprüche höher sind durch unser Umfeld und das Klima und so ist es ein Großer Segen den anderen Teil der Schiffsbesatzung zu haben der nicht Medizinisch arbeitet, jedoch dafür sorgt das alles rund läuft, das wir immer genug haben, es uns gut geht, wir in Sicherheit sind und auch unsere Seele in ordnung ist.

Ich Danke allen meinen Unterstützern die es möglich machen das ich immer noch hier bin und genauso allen die für mich beten. Es ist so wichtig zu wissen das Menschen hinter dem stehen was ich hier tue. Ich bin Gott dakbar für meine Gesundheit und seine Versorgung in jeder Form.
Liebe Grüße aus Freetown Sierra Leone.
Euer Michel

Samstag, 11. Juni 2011

Foto Blog

Hallo liebe Leser,
die Zeit vergeht so schnell und ich möchte doch mal wieder etwas schreiben. Wir haben gerade ein 3 Tage Wochenende, jedoch bin ich heute ans Schiff gebunden da ich Bereitschaftsdienst habe. Macht nichts denn wenn ich aus dem Fenster gucke und den Regen gegen das Fenster prasseln sehe freue ich mich das ich nicht zum Strand gefahren bin! Die letzten 2 Wochen habe ich wieder mit Dr. Glenn Strauss im Augen Op gearbeitet und ihm geholfen eine Studie an seiner Operationstechnik zu machen. Mit der Unterstützung von einem Computer und einem speziell entwickeltem Instrument, zum aufzeichnen seiner OP's im Bezug auf Druck und Winkel seiner Bewegungen, so das daraus später ein Op Simulator gebaut werden kann der zur Verbesserung der Behandlung von Patienten gerade in Dritte Welt Ländern dienen wird. Naja ist ziemlich interessant, jedoch wahrscheinlich nicht für viele Leute die diesen Blog lesen. Es ist auf jeden Fall eine riesen Ehre das ich dabei sein darf und es ist auch eine Freude wieder mit Dr. Genn zu arbeiten, an dessen Seite ich ja meine ersten OP Erfahrungen gemacht habe und ihm habe ich sehr viel zu verdanken.
Wenn du auf diesen Link klickst, (http://www.youtube.com/watch?v=CJV1IXed9S0) siest du ein gutes Video das viel von dem erklärt was wir auch hier in Freetown machen, wir haben lokale Pflegekräfte und Ärzte die wir an Bord unterrichten, so dass mehr Menschen, auch nach dem Mercy Ships das Land verlässt, bessere Behandlungen bekommen.

Hier ein paar neue Bilder:

Unser schöner Dockplatz :)

Wir wahren Gestern auf einem Berg um dort den Tag an einem Hotel Pool zu genießen und hatten dort eine gute Sicht auf den Sonnenuntergang und Freetown. Es gibt einige Gebiete in dieser Stadt die total anders aussehen, andere Gebäude die nicht vom Krieg betroffen wurden.



Blick auf die Stadt durch den Stacheldraht des Hotels.

Sonntag, 8. Mai 2011

Cleft

Es ist mal wieder Sonntag und ich sitze in "Midships" am Fenster und wenn ich raus gucke sehe ich einen Teppich aus Müll auf dem Wasser vorbeischwimmen. Die Wochen hier vergehen so schnell und diese letzte Woche war gefüllt mit Tagen an denen wir 10 Stunden gearbeitet haben. Ich denke durch unsere Wassersituation und andere Lieferprobleme, werden immer mehr Leute hier auf dem Schiff zeitweise krank.
Ich habe mal wieder mit Dr. Gary Parker gearbeitet und die Veränderung von Gesichtern miterlebt. Wir haben während den OP's die Zeit uns über verschiedene Themen zu unterhalten und während ich ihm bei der OP an einem 4 Monate altem Kind assistiere das eine beidseitige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte hat, teilt Dr. Parker mir mit wie die Situation in Sierra Leone ist für diese kleinen Patienten und ihre Familien.


Alle 10 Minuten wird auf dieser Erde ein Kind mit gespaltener Lippe geboren. In Teilen von Sierra Leone wird ein solches Neugeborenes Kind als Böser Geist oder Dämonen besessen angesehen und um diesen Geist los zu werden glauben sie das sie das Kind in eine Box legen und lebendig begraben müssen. Wenn die Eltern sich dagegen wehren wird die ganze Familie als Bedrohung für die Gemeinschaft angesehen und verfolgt so das Eltern die ihr Kind vor dem Tod beschützen wollen ihr zu Hause und alles andere verlieren. Es gibt auch zum Teil Lokale Hebammen die gleich nach der Geburt versuchen die Lippe des Säuglings zu nähen, dieses schützt vor dem Tod, ist jedoch sehr Unprofessionell gemacht und mit schlechten langfristigen Ergebnissen verbunden.
Einige dieser Kinder aus solchen Verhältnissen werden dann nach gelungener Rettungsaktion und Flucht, von ihren Eltern oder nur der Mutter zu uns auf's Schiff gebracht.
Auf Grund einer Lippen- Kiefer- Gaumenspalte sind die Kinder oft unterernährt da sie nicht richtig saugen und schlucken können und eine OP mit Narkose währe zu gefährlich. Deshalb existiert das "Feeding Programme" an Bord, in dem Kinder durch die Hilfe von Ernährungberatung, auf ein normal Gewicht gebracht werden um dann für die OP eingetragen zu werden.


Während ich im OP 4 neben Dr. Gary stehe und mir all dies anhöre und sehe wie sich der Spalt langsam mit jedem Faden mehr schließt bin ich Gott dankbar hier zus ein und Teil daran zu haben und freue mich zu hören das einige dieser Kinder von ihren Eltern, voll mit neuem Mut und Glauben, zurück in ihre Dörfer gebracht werden und vorzeigen das dieses Kind nie eine Gefahr war und das es eine bessere Lösung für Probleme wie diese gibt. Von einem anderem Arzt habe ich gehört das Dorf älteste sich dann nach dem Gott erkundigt haben an den wir glauben, denn er sei offensichtlich stärker und kann wirklich Heilung bringen, anders als die Götter an die sie glauben.
Auch wenn es unter genauer Betrachtung keine Wunderheilung von Gott war, ist es doch ein Werk und Wunder unseres Gottes das er uns von allen Enden der Welt hier nach Freetoen ruft um in seinem Namen den Ärmsten und Schwächsten zu dienen, und somit Jesus begegnen und Seine Liebe weitergeben.


Matthäus 25
Ich war nackt, und ihr habt mich gekleidet. Ich war krank, und ihr habt mich gepflegt. Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.´
37 Dann werden diese Gerechten fragen: `Herr, wann haben wir dich jemals hungrig gesehen und dir zu essen gegeben? Wann sahen wir dich durstig und haben dir zu trinken gegeben?
38 Wann warst du ein Fremder und wir haben dir Gastfreundschaft erwiesen? Oder wann warst du nackt und wir haben dich gekleidet?
39 Wann haben wir dich je krank oder im Gefängnis gesehen und haben dich besucht?
40 Und der König wird ihnen entgegnen: `Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!´

Freitag, 8. April 2011

April

Hallo liebe Blog Leser,
Es ist so weit, dieses mal muss ich wirklich Übersetzungprogramme im Internet benutzen um von meinem Englisch wieder ins Deutsche zu kommen. Die letzten Wochen habe ich für das erste mal im Orthopädie OP gearbeitet mit Verschiedenen Teams aus unterschiedlichen Ländern. Ich habe in dieser, mir neuen Art der Chirurgie wieder viel dazu gelernt und wahnsinnige Veränderungen live, vor meinen Augen statt finden sehen. Innerhalb wenigen Stunden wird aus einem krummen Bein ein gerades, aus einem seit 18 Monaten gebrochenem Arm, ein stabiler. Es wahr sehr interessant und sehr speziell, da man in "westlichen" Krankenhäusern Fälle wie diese am selben Tag des Unfalls, oder am Tag danach Opariert und nicht nach 2 Jahren erst. Es wahren lange Tage mit viel stehen und angestrengtem arbeiten unter der Metallschürze und dem Op Kittel in Afrika!! Danke Gott für die Klimaanlage :)

Ich möchte Heute auch ein wenig über eine Angelegenheit die mir schon Lange auf dem Herzen liegt.
Immer wieder muss ich den Kollegen die hier auf dem Schiff mit uns arbeiten, die aber aus Afrika kommen und auch vielen jungen Leuten auf der Strasse die mich aus verschiedenen Gründen ansprechen, erklären das das was sie im TV sehen und in Musikvideos vorgetanzt bekommen, nicht die Realität ist. Es besteht hier und auch in anderen Ländern eine Hip Hop / Gangster Mentalität, besonders unter den Jungen Männern in ihren Zwanzigern. Im Grunde genommen ist alles was sie von "uns" sehen MTV, furchtbare Filme, smuddel Zeitschriften und dass alles im Großformat, heller, größer, schneller und lauter als ihre eigene Kultur. So denken viele das das die Realität ist und das sie das bestreben müssen und sie imitieren dieses Verhalten dann. Viele junge Männer versuchen sich so zu kleiden, versuchen ihre eigene Gangster Hip Hop CD auf zu nehmen, behandeln andere Menschen und ganz besonders Frauen ohne Respekt und es ist eben die Generation die vor ein paar Jahren noch als Kindersoldaten galten.

Dieses Wochenende feiert Sierra Leone seine 50 Jahre Unabhängigkeit doch es scheint so das der Schaden in den Herzen der Menschen, der vom Bürgerkrieg her stammt, noch so aktuell ist und oft nicht bedacht wird, selbst bei den vielen Problemen die dieses Land noch hat. Auch unsere Kollegen, die mit uns hier auf dem Schiff arbeiten jedoch aus Freetown sind, begegnen uns zum Teil mit sehr negativer Einstellung.
Ich bin Gott sehr dankbar das ich dieses Jahr eine Gruppe Freunde habe mit denen ich viel unternehme, denn ich fühle mich nicht sehr wohl einfach mal eben in die Stadt zu gehen. Die Straße gleich außerhalb des Hafens wird die "Bad Boy Lane" genannt und das nicht ohne Grund denn sogar manch Einheimischer traut sich dort nicht im Dunklem hin.
An der Verkehrssituation hat sich auch nach ein paar Monaten nichts geändert, für 5 Kilometer brauchen wir immer noch über eine Stunde und so ist man zu Fuß schneller am Ziel, was jedoch noch stressiger ist da die Straßen so sehr gefüllt sind mit Massen von Menschen und Autos.
Trotz alle dem ist es schön dann Momente der Erkenntnis zu haben, Bilder und Gesichter zu sehen, nach der Arbeit die wir im OP machen, und mich wieder daran zu erinnern warum ich hier bin. Die Resultate, seien sie sichtbar oder nicht, sind all die Umstände und die Kosten wert hier zu sein und an dieser Großartigen und Wunderbaren Arbeit teil zu haben. Ich Bin Gott auch so dankbar für seine Versorgung, für all die Unterstützung die ich bekomme und das es immer genug ist und es mir gut geht. Danke auch an euch!
Michel
Hier zum Abschluss noch ein paar Bilder von Patienten:





Donnerstag, 7. April 2011

Pictures of the Africa Mercy in Freetown

Ich lade Hier ein paar Bilder hoch damit ihr mein Zuhause in Freetown sehen koennt!



Samstag, 26. März 2011

Der zweite Versuch

Hallo liebe Leser,
am Samstag hatten wir nach viel Planung nun endlich unseren zweiten Anlauf um einen erfolgreichen screening Tag zu haben. Dieses mal hat es gut geklappt und all das wofür wir gehofft und gebetet haben hat sich erfüllt. Wir haben es an einem anderem Ort stattfinden lassen und mussten alle unter großen Zelten unterkommen, so hofften wir alle das es bewölkt sein wird und so war es auch bis zum Schluss, als wir zusammen packten kam dann die Sonne heraus und hat die Heimfahrt zu einem sonnigem Erlebnis gemacht. Ich habe dieses mal mit dem Plastischem und Allgemeinchirurgischen Team gearbeitet und wir haben Patienten untersucht und Formulare ausgefüllt um sie zu den nächsten Stationen zu führen. Es war wieder einmal ein Herzbewegendes und herzzerreißendes Erlebnis. Der Screening Tag ist immer wieder ein Teil vom Herzen dieser Organisation und es ist erstaunlich zu sehen wie alles zusammenläuft, alle helfen, alle dienen einem Zweck. Es schien als ob Menschen aus allen Löchern zu uns kamen, die schlimmsten Tumore, Verbrennungen und so weiter, die auch hier sonst keiner sieht, kommen dann zum Vorschein, aus ihren Verstecken und Orten zu denen die Menschen abgestoßen wurden, kommen sie dann zu uns. Wenn ihr euch vorstellt wie sich eine Frau fühlt die Jahrelang alleine gelebt hat und wenn sie dann mal raus geht spricht niemand mit ihr und sie verdeckt ihre Missbildung an ihrem Kopf mit einem Schleier. Diese Frau wird von einer unserer Mitarbeiter plötzlich an der Hand ergriffen und mit einem liebvollem Lächeln über den Platz geführt um zur nächsten Station zu kommen, wo wieder Mitarbeiter sich zu ihr nieder beugen, ihr in die Augen und viel tiefer schauen und ihr nur mit einem Blick klar machen das es hier nicht nur, wie all die Jahre davor, um ihre Verformungen geht.




Es besteht solch eine große Not in diesem Land und diesem Kontinent das man leicht überwältigt werden kann, sich ohnmächtig fühlt bei all dem Leid und Schmerz, all den Krankheiten die wir heute gesehen haben. Doch als ich am Samstag dort In Freetown stand um mich um zu sehen, ob ich aus den Reihen einen Patienten für meine Station finden kann, sah ich Liebe in lebendiger Form, als Menschen aus 40 verschieden Nationen sich ausstrecken um die Leute von Sierra Leone zu berühren, sich nicht so sehr auf das zu konzentrieren was falsch ist, sondern darauf wie wir am besten das Licht der Liebe Gottes scheinen lassen. Es geht nicht so sehr darum was alles falsch läuft in der Welt, wie viele Erdbeben die Erde erschüttern, wie viel Ungerechtigkeit um uns geschieht oder wie krank und gebrochen diese Person ist die dort vor mir steht, sondern worauf ich mich konzentriere, was ich aus dem mache was mir anvertraut wurde. So wie auch das Gebet es beschreibt das mich schon vor im Jahr 2009 begleitet hat und womit ich diesen Eintrag beenden will. Ich werde bald nich mehr bilder hochladen:

Hilf mir, deinen Duft zu verbreiten, wo auch immer ich hingehe. Durchflute meine Seele mit deinem Geist und Leben.
Bearbeite mein ganzes Sein so sehr, dass mein Leben ein Glanz von deiner Herrlichkeit ist.
Scheine durch mich, und sei so in mir dass jede Seele mit der ich in Berührung komme deine Gegenwart in mir spürt.
Lass sie nach oben blicken und nicht mehr mich, sondern nur noch dich sehen, oh Herr!
Bleibe bei mir, dann werde ich anfangen zu leuchten wie du, so zu leuchten wie ein Licht für andere.
Dieses Licht wird nur von dir sein, oh Herr. Nichts davon wird von mir sein, du wirst auf andere, durch mich scheinen.
Lass mich dich preisen wie es dir am liebsten ist, indem ich auf andere, um mich herrum, dein Licht scheinen lasse.
Lass mich ihnen dich predigen ohne zu predigen, nicht durch Worte sondern durch mein Beispiel, durch die erfassende Kraft, den mitfühlenden Einfluss durch das, was ich tue, die offensichtliche Fülle meiner Liebe zu dir, die mein Herz in sich trägt. Amen

Montag, 7. März 2011

Screening - Day Update

The following is the statement being released regarding the event:

Mercy Ships is deeply saddened by the tragic events that occurred today during medical screening at the Freetown National Stadium when a crowd stormed the gate resulting in several injuries and one life lost.

Mercy Ships personnel working at the site attended the injured and accompanied them to local hospitals.

"Our hearts and prayers are with the individuals and families of those affected by today's events. The occurrence of this incident in the course of activities intended to restore lives is tragic. We move forward with tremendous sadness, but great determination, to assist as many people as possible in the next ten months," stated Mercy Ships Founder, Don Stephens.

Mercy Ships exists to serve the forgotten poor and has served Sierra Leone five times over the past two decades, also helping establish two land based health care facilities. For the next ten months, Mercy Ships will be providing surgeries for qualified patients while working alongside the Sierra Leonean Government to support its five-year healthcare plan and strengthen the functions of the national health system.


http://www.mercyships.org/blog/entry/screening-day-update

Freitag, 4. März 2011

Ankunft der AFM

In diesem Blogeintrag möchte ich von dem Erlebnis der Ankunft der Africa Mercy berichten. Nach abgeschlossener Arbeit am 25. Februar nutzten wir den darauf folgenden Samstag um zu entspannen und mit unseren Gateway Leitern ein individuelles Abschlussgespräch zu führen. Am Sonntag dann, der Tag der geplanten Ankunft, Fuhren wir alle zum Hafen von Freetown um das die Africa Mercy bei der „Einfahrt“ zu begrüßen. Doch bevor wir dies tun konnten musste noch ein kleines Problem beiseite geschafft werden. Der Dockplatz der uns vom Hafen für die Africa Mercy versprochen wurde, mit guter Sicherheit und auch der einzige mit Wasseranschluss, wurde von einem anderem Schiff blockiert und die Hafenarbeiter streikten genau an diesem Tag. Also wurden ich und andere Männer aus unserer Gruppe ausgesucht um die Arbeit der Dock Leute zu tun. Nach kurzer Einführung von freiwilligen Hafenarbeitern wie das geht, haben wir dann das Schiff los gemacht und weiter unten im Hafen wieder fest gebunden. Die Zeit zum zurück laufen war genau richtig so das wir unser Heim in den Hafen einlaufen sahen und dann die Seile von den Deckarbeitern entgegen nehmen konnten. Es war eine tolle Erfahrung das Schiff näher kommen zu sehen und ich denke nicht viele haben dabei geholfen die Africa Mercy an ihrem neuem Standort fest zu ziehen. Das Schiff dann zu betreten war als wenn ich wieder nach Hause komme, nicht nur die bekannten Gesichter sondern das allgemein Gefühl und auch die Ansprache unseres Direktors und der Gesundheitsministerin von Sierra Leone, brachten in mir viele Emotionen hervor. Gleich am nächsten Tag, am Montag, haben wir alle unsere Abreit begonnen um das Schiff wieder in ein Krankenhaus zu verwandeln und uns auf den 7. März vor zu bereiten, Screening-Day im National Stadium. Dieser Tag wird lang, Heiß, voller Hoffnung und auch Enttäuschung sein. Tausende werden anreisen um einen der freien OP Termine zu bekommen. Melanie und ich werden im Team für Plastische Chirurgie arbeiten und 300 Plätze für weitere Untersuchungen an die Leute vergeben.

Ich Zeige nun einige Bilder die viel mehr Beschreiben als meine Worte, ich werde ein paar Zeilen darunter schreiben um ein wenig zu erklären.

Gott segne euch,

Michel



Sonnenaufgang an der Küste von Freetown, die Africa Mercy auf ihrem Weg in den Hafen.


Der Bug der Africa Mercy und die Sicht auf den Hafen.


Melanie und ich wartend im Hafen, während sich die AFM nähert.


Blick auf uns, aus der Sicht des Schiffes.


Jeff und ich machen uns bereit.


Begrüßung und Absprache über das Anlegen des Schiffs.


...


Dieser Junge hatte in der Vergangenheit eine Lippenspalte, wurde von Dr. Parker mit Mercy Ships Operiert als er 4 Monate alt war und darf nun bei der Ankunft der Africa Mercy, die Sierra Leone Flagge übergeben.



Montag, 21. Februar 2011

Freetown

Hallo ihr lieben,

endlich habe ich Internet zugang und kann mich melden

Ich bin gut in Serria Leone angekommen und schwitze mir jeden ml raus. Nach 2 Tagen Reise sind wir in Freetown mit dem Flugzeug angekommen, mussten dann noch über eine Stunde auf ein Wassertaxi warten und sind dann spät abends in unserer Unterkunft angekommen. In manchen räumen gibt es AC, in meinem zimmer jedoch nicht also schlafe ich bei 31°C mit zwei anderen Männern.
Die Stadt ist der Wahnsinn, für eine Entfernung von 5 km brauchen wir mit dem Kleinbus 1 stunde. Sierra Leone ist vielen bekannt aus dem Film “Blood Diamond” und auch der Film “La Amistad” zeigt ein gutes Bild der Geschichte dieses Landes. Serria Leone ist zerrüttet von einem 10 Jahre anhaltenden Bürgerkrieg mit den schlimmsten nur vorstellbaren Kriegsverbrechen, zu hören und zu lernen was in diesem Land vorgegangen ist, denkt man an Hölle und zur gleichen Zeit guckt man auf die weißen Strände und in die Gesichter der Menschen und denkt an Paradies. Der Krieg tobte hier von 1991 bis 2002 und müsste ganze Bücher füllen und könnte diese Nachricht Seitenweise mit Schock, Horror, Wut und Angst füllen, doch wer mehr darüber wissen möchte kann sich gern selber informieren denn ich werde versuchen mich auf die guten Dinge zu konzentrieren.
Im Vergleich zu Benin und Togo sind die Serria Leoniens sehr freundlich und hilfsbereit und obwohl Sierra Leone sehr viel ärmer ist, fühle ich mich hier sicherer. Überall ist der Name „Mercy Ships“ bekannt und akzeptiert und tausende warten schon sehnsüchtig auf die Africa Mercy und die Medizinische Hilfe die das Schiff bringen wird aber auch die Hilfe die wir im Land selber bringen werden. In unserer Gruppe ist ein älterer Herr der vor 7 Jahren mit Mercy Ships in Sierra Leone war und mit betrübtem Gesicht feststellt das sich seit dem nicht viel verändert hat, nur alles voller und verrückter aussieht.
Wir haben schon die Arbeit am Hospetaletycenter angefangen und auch im Waisenhaus geht es schon gut voran. Nach einer Woche Arbeit Sind Wände Gestrichen, Räumlichkeiten aufgebaut und Kabel verlegt so das das Große Gebäude in der nähe des Hafens etwa 100 Patienten versorgen kann. Ich bin in der Elektrik eingeteilt und so bohren und schrauben wir in der Hitze und müssen uns gegenseitig ans trinken erinnern da wir bei der kleinsten Bewegung anfangen zu Schwitzen. Es gab leider schon 2 Zwischenfälle mit Kollabieren wegen Hitze in unserer Gruppe und so sind alle sehr vorsichtig, gehen es langsamer an als in den ersten Tagen und passen gegenseitig auf einander auf das auch ja getrunken wird. Die Lage dieses Landes ist wirklich schlecht, auch wenn die Menschen im Vergleich zu den Verhältnissen während des Kriegs zufrieden sind. So fühlt es sich gut an dieses Gebäude zu renovieren und dann im Dezember, wenn das Schiff ablegt, dem Land zu hinterlassen. Wenn ich durch die Straßen von Freetown fahre, den Verkehr, die Häuser sehe, ertappe ich mich immer wieder wie ich mir vorstelle alles so zu verändern wie ich es für richtig halte und wie ich es gewohnt bin. Ich würde Häuser einreißen so das die Straße die vierfache Breite bekäme und so weiter. Doch dann wenn wir unsere Gruppentreffen am Abend haben bekommen wir ein größeres Bild von der Arbeit die wir hier tun. Es geht hier in Freetown bei meiner Arbeit nicht darum etwas zu investieren, aufzubauen, operieren und dann wieder ab zu hauen, sondern darum mit allem was ich bin und mache eine Veränderung in das Verständnis der Leute hier zu bringen so das sie angeregt werden zu überlegen, was sie tun könnten um dieses Land wieder auf zu bauen und wie sie mit einander umgehen können um sich gegenseitig wieder auf zu helfen. Die ersten Reaktionen dieser Art sehe ich in den Gesichtern der Menschen an der Straße die uns jeden Morgen lächelnd, singend, eingepfercht wie Sardinen in 2 kleine Busse zur Arbeit fahren sehen und am Abend, dreckig, verschwitzt, aufgeschürft und müde zurück in unsere Unterkunft. Oder die Leute um unseren Arbeitsplatz, in den anderen Häusern arbeiten, oder die Anwohner der Blechhütten am Vermüllten Strand, die uns jeden morgen beim Lobpreis und Gebet hören und gleich danach gehen die Generatoren an und das bohren und hämmern geht los und ab März werden dann auch Patienten, deren angehörige und Bekannte, ganz praktisch durch Lebens verändernde OPs dazu angeregt zu fragen was der Grund für all dies ist... und nein es ist nicht Veranlagte Hilfsbereitschaft, Wiedergutmachung oder Verpflichtung, sondern der Glauben an Jesus Christus und das folgen seines über 2000 Jahre altes Vorbildes aus liebe und Überzeugung.

Michel














Mittwoch, 9. Februar 2011

BST

Wir haben nun auch die Letzte Woche unseres Gateway Kurses abgeschlossen und sind auf dem Weg, über Chicago und London nach Freetown / Sierra Leone. In der letzten Woche in Lindale Texas habe ich erfolgreich das „Basic Safety Training“ abgeschlossen. Mercy Ships in Texas ist von der US Küstenwache als Trainingscenter anerkannt und so haben wir eine offizielle Urkunde für diese Woche bekommen. Neben viel Theorie über die Marine Sicherheit mussten wir auch erste Hilfe-, Feuer- und Wassertraining absolvieren. Unsere Ausbilder versicherten uns das sie noch nie unter solchen Bedingungen gearbeitet haben, es war so kalt das wir das Training im Hallenbad um einen Tag verschieben mussten da die Straßen unbefahrbar waren und während in einem Container schon das Feuer prasselte, mussten wir draußen auf die Löschschläuche springen da das Wasser innen eingefroren war.

In den nächsten 2 bis 3 Wochen werde ich in Freetown an verschiedenen Bauprojekten arbeiten. Haupt Ziel wird ein Heim für Kinder mit Behinderung sein, welches Rollstuhlrampen und andere Dinge an der Hausstruktur benötigt und dann kümmern wir uns wahrscheinlich auch um die Augenklinik und das Hospitality Center in der Stadt.

Bitte betet weiterhin für die Sicherheit und Gesundheit unseres Ganzen Teams und das die Africa Mercy auch wirklich am 25. Februar in Freetown ankommt.

Danke vielmals für Interesse und Unterstützung.

Michel






Dienstag, 25. Januar 2011

Gateway



Im Moment bin ich in Texas / USA um bei der Mercy Ships Zentrale einen Kurs mit zu machen indem wir die ersten 3 Wochen in Grundprinzipien des Christlichen Glaubens unterrichtet werden und nach einer Woche BST (basic safety training) werden wir in der zweiten Februarwoche nach Freetown / Sierra Leone in West Afrika aufbrechen um dort 2 Wochen in verschiedenen Projekten tätig zu sein die unter anderem auch die Ankunft der Africa Mercy vorbereiten. Sobald das Schiff im Hafen einläuft werde ich für die nächsten 8 Monate wieder im OP des Krankenhauses an Bord arbeiten um den ärmsten und kränksten Menschen von Sierra Leone zu dienen. Hier in diesem Video sind ein paar Bilder aus dem Letztem Jahr, indem ich auch als ehrenamtlicher Pfleger an Bord der Africa Mercy diente:



Immer wieder möchte ich denen danken die diese Arbeit in Afrika durch ihre großzügige Spenden ermöglichen und möchte mich herzlich bedanken.
Bis bald mit mehr Berichten,
Michel