am Samstag hatten wir nach viel Planung nun endlich unseren zweiten Anlauf um einen erfolgreichen screening Tag zu haben. Dieses mal hat es gut geklappt und all das wofür wir gehofft und gebetet haben hat sich erfüllt. Wir haben es an einem anderem Ort stattfinden lassen und mussten alle unter großen Zelten unterkommen, so hofften wir alle das es bewölkt sein wird und so war es auch bis zum Schluss, als wir zusammen packten kam dann die Sonne heraus und hat die Heimfahrt zu einem sonnigem Erlebnis gemacht. Ich habe dieses mal mit dem Plastischem und Allgemeinchirurgischen Team gearbeitet und wir haben Patienten untersucht und Formulare ausgefüllt um sie zu den nächsten Stationen zu führen. Es war wieder einmal ein Herzbewegendes und herzzerreißendes Erlebnis. Der Screening Tag ist immer wieder ein Teil vom Herzen dieser Organisation und es ist erstaunlich zu sehen wie alles zusammenläuft, alle helfen, alle dienen einem Zweck. Es schien als ob Menschen aus allen Löchern zu uns kamen, die schlimmsten Tumore, Verbrennungen und so weiter, die auch hier sonst keiner sieht, kommen dann zum Vorschein, aus ihren Verstecken und Orten zu denen die Menschen abgestoßen wurden, kommen sie dann zu uns. Wenn ihr euch vorstellt wie sich eine Frau fühlt die Jahrelang alleine gelebt hat und wenn sie dann mal raus geht spricht niemand mit ihr und sie verdeckt ihre Missbildung an ihrem Kopf mit einem Schleier. Diese Frau wird von einer unserer Mitarbeiter plötzlich an der Hand ergriffen und mit einem liebvollem Lächeln über den Platz geführt um zur nächsten Station zu kommen, wo wieder Mitarbeiter sich zu ihr nieder beugen, ihr in die Augen und viel tiefer schauen und ihr nur mit einem Blick klar machen das es hier nicht nur, wie all die Jahre davor, um ihre Verformungen geht.
Es besteht solch eine große Not in diesem Land und diesem Kontinent das man leicht überwältigt werden kann, sich ohnmächtig fühlt bei all dem Leid und Schmerz, all den Krankheiten die wir heute gesehen haben. Doch als ich am Samstag dort In Freetown stand um mich um zu sehen, ob ich aus den Reihen einen Patienten für meine Station finden kann, sah ich Liebe in lebendiger Form, als Menschen aus 40 verschieden Nationen sich ausstrecken um die Leute von Sierra Leone zu berühren, sich nicht so sehr auf das zu konzentrieren was falsch ist, sondern darauf wie wir am besten das Licht der Liebe Gottes scheinen lassen. Es geht nicht so sehr darum was alles falsch läuft in der Welt, wie viele Erdbeben die Erde erschüttern, wie viel Ungerechtigkeit um uns geschieht oder wie krank und gebrochen diese Person ist die dort vor mir steht, sondern worauf ich mich konzentriere, was ich aus dem mache was mir anvertraut wurde. So wie auch das Gebet es beschreibt das mich schon vor im Jahr 2009 begleitet hat und womit ich diesen Eintrag beenden will. Ich werde bald nich mehr bilder hochladen:
Hilf mir, deinen Duft zu verbreiten, wo auch immer ich hingehe. Durchflute meine Seele mit deinem Geist und Leben.
Bearbeite mein ganzes Sein so sehr, dass mein Leben ein Glanz von deiner Herrlichkeit ist.
Scheine durch mich, und sei so in mir dass jede Seele mit der ich in Berührung komme deine Gegenwart in mir spürt.
Lass sie nach oben blicken und nicht mehr mich, sondern nur noch dich sehen, oh Herr!
Bleibe bei mir, dann werde ich anfangen zu leuchten wie du, so zu leuchten wie ein Licht für andere.
Dieses Licht wird nur von dir sein, oh Herr. Nichts davon wird von mir sein, du wirst auf andere, durch mich scheinen.
Lass mich dich preisen wie es dir am liebsten ist, indem ich auf andere, um mich herrum, dein Licht scheinen lasse.
Lass mich ihnen dich predigen ohne zu predigen, nicht durch Worte sondern durch mein Beispiel, durch die erfassende Kraft, den mitfühlenden Einfluss durch das, was ich tue, die offensichtliche Fülle meiner Liebe zu dir, die mein Herz in sich trägt. Amen