Ein Freund von Dr. Sybil, der stellvertretende Bürgermeister von Bidar, hat mich an einem Abend auf seinem Motorrad mit in die Slums genommen. Es war schon dunkel und das hat die Sache noch eindrücklicher gemacht. Er sagte immer wieder sieh, sieh dir das an wie die leben. Aber ist das Leben?...
Auch bin ich nun durch die Screening Camp's in andere, abgelegenere Dörfer gekommen und konnte mit ansehen wie die Menschen hier auf dem Land leben.
Ich war erstaunt das in der Großstadt Bidar etwa 4 mal am Tag Stromausfall ist doch außerhalb ist Strom die Ausnahme. Könnt ihr euch vorstellen den ganzen Tag damit beschäftigt zu sein Wasser ins Dorf zu tragen? Wer sich dazu berufen fühlt findet hier schnell einen Job! Ich sehe Menschen in den Dörfern die mit dem Rad, zu Fuß oder dem Bullen los ziehen um ihre Wasser Kanister aufzufüllen, ich sehe sie so weit weg vom Dorf das es mit Sicherheit Stunden in Anspruch nimmt und ein Mann kann nicht gerade viel Wasser tragen, also geht er bestimmt noch einmal an diesem Tag. In den Slums sterben Menschen da sie die Bahn Schienen zum Wasser holen überqueren. Es gibt dort kein Abflusssystem und oft leben sie ohne Strom in einem Zelt. Hunde Banden jagen sich über die Straße und Tollwut ist nicht weit. Schule? Nein. Ich sehe große Felder auf denen per Hand in der sengenden Sonne gearbeitet wird, Menschen passen den ganzen Tag auf ihre Kühe auf, sitzen daneben und beobachten sie...
Was ist das frage ich mich. Ich kann mir nicht vorstellen in eine solche Situation hinein geboren zu werden, doch es passiert täglich auf dieser Welt. Wie muss es sein nie die Möglichkeit zu haben zur Schule zu gehen? Wie ist es keine Perspektive zu haben, nur zu versuchen sich am Leben zu halten.
Wenn ich an diese Probleme denke und es dann mit unserer westlichen Welt vergleiche frage ich mich wiederum was eigentlich bei uns falsch läuft? Wir Haben alles, doch streben nach immer mehr. Alles geht so schnell und muss noch schneller gehen. Menschen haben Blackout's wegen Überarbeitung und Stress. Wir sind so überhäuft von Dingen die uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Eine freie Stunde ist eine verschwendete Zeit. Sind wir glücklich und dankbar? Haben wir gefunden was wir wollen? Haben wir nicht schon alles was zum Leben nötig ist? Was ist falsch mit uns, warum meckern wir so viel?
Wir wissen das das Leben hier, wie ich es eben beschrieb kein erstrebenswertes ist , doch wonach streben WIR eigentlich?
Kann es sein das wir unfähig sind zur Ruhe zu kommen, sich zurück zu lehnen und zu genießen... Dankbar zu sein und einfach nur genießen bevor ich mich kaputt arbeite. Fragst du dich auch manchmal warum Gott uns so fern ist? Ich glaube er ist uns gar nicht fern, wir sind nur nicht mehr fähig ihn in unserem Leben wahr zu nehmen denn diese Fähigkeit wurde uns langsam in unserer schnellen Zeit, clever geraubt.
1. Könige 19: Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber; und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns.
Als Elia dieses hörte, verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel und ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Was willst du ...?
Versuchen wir nicht oft Gott im Feuer zu begegnen oder im lautem Wind? Wir möchten Gott erleben wie er die Erde erschüttert doch der HERR erschien Elia in einem sanften Säuseln, in der Stille. Wie oft hat Gott die Möglichkeit in deinem Tag dir in der Stille zu begegnen? Hat es unser Lebensstil vielleicht unmöglich gemacht und sollten wir dann nicht lieber überlegen ob das der Lebensstil ist den wir leben wollen?
Es ist so schwierig in unserer Umgebung zur ruhe zu kommen denn wir müssen so viele Dinge Abschalten und wenn wir es geschafft haben ist unser Kopf immer noch total voll vom Lärm des Alltags. Also sollten wir uns überlegen was wir mit unseren freien Zeit machen, tun wir uns dann noch mehr Lärm an und sei es laute und schöne Lobpreismusik oder kommen wir mal ganz zur Ruhe und warten auf das Säuseln des HERRN nach dem Sturm, dem Erdbeben und dem Feuer?
1Thimotius 5: Seid allezeit fröhlich!
Betet ohne Unterlass!
Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
Was willst DU im Leben? Wenn du Dankbar für dein Leben sein willst dann beginne jetzt!

Menschen im Sterbebett erkennen was wirklich gezählt hat im Leben un das sind nicht Ruhm, Karriere oder Materie sondern allein die Beziehungen. Wie viel Zeit verbringe Ich damit meine Beziehung zu meinem himlischem Vater intensiver werden zu lassen? Wenn dies ist was im Leben wirklich zählt dann verbringe ich viel zu wenig damit diese himmlische Beziehung zu pflegen.
Danke
AntwortenLöschenIch bin tief berührt von deinen Worten vorallem weil mich dieses Thema auch schon einige male beschäftigt hat. Du sprichst mir aus der Seele. Und vielleicht hast du Recht und alles was wir eigentlich suchen ist "Gott". Spührst du auch manchmal diese Rastlosigkeit?? Oft glauben wir wir suchen das Glück! Aber dem ist nicht so. Denn wir suchen das Falsche. All das Materielle macht mich nicht glücklich. Ich habe einen wundervolle Freund, eine liebe Familie, einen sehr guten Job der mir viel Spass bereitet, ich verdiene gutes Geld und mir fehlt es an nichts und doch bin ich manchmal so unruhig, so verloren, so rastlos!. Dabei ist alles was uns fehlt doch so nah. Er ist immer bei uns. Doch müssen wir ihn sehen, mit ihm reden, horchen was er will, ihn bitten uns zu führen, danken... Einfach gesagt jeden Tag und immer in Beziehung mit ihm sein. Er ist unser Leben. Gott hat uns geschaffen. Er will nur bei uns sein und das wir bei ihm sind.
Michel ich möchte dir für deine klaren Worte danken und vorallem das du sie mit uns teilst. Und ich danke Gott dafür, dass er es zum Ausdruck bringt. Er ist einfach wundervoll!!.
Gott Segne dich
Vielen Dank, Michel. Dein Eintrag hat mich total berührt. Meine Beziehung zum himmlischen Vater muss definitiv besser werden. Bettet ohne Unterlass müsste ich mir auf meine Stirn schreiben. Ich lese Wälzer und schaue Serien und erwarte doch tatsächlich, dass es mir dann besser geht. Nichts kann meinen Durst stillen, ausser die Gegenwart Jesu! Und wieder, wie immer, warte ich auf das "Erdbeben" und überhöre Sein Flüstern, dass mich aufbaut. Es ist so wahr. 1.Timotheus 5. Man kann es nie genug hören. Danke fürs erinnern! Gott segne auch dich und ich bete, dass du Seine Gegenwart ganz besonders spürst, wenn du dich alleine fühlst. Lg aus Lome.
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